Zum Webportal der Tiroler Naturschutzbeauftragten.
 
Zurück zur Wiesenbewirtschaftung.
Vom Nutzen der Kräuter:
 

Neben den Gräsern haben auch Klee und Kräuter in der Wiese eine wichtige Funktion. Sie sind reich an wichtigen Nähr- und Mineralstoffen wie z.B. Calcium, Magnesium und Phosphor sowie reich an anderen Wirkstoffen. Sie fördern die Grundfutteraufnahme und die Gesundheit der Nutztiere.

  • Kräuter haben eine vielfältige positive Wirkung auf die Tiergesundheit und die Produktqualität
  • Durch die appetitanregende Wirkung der Kräuter im Wiesen- und Feldfutter wird mehr Grundfutter aufgenommen und es kann weniger Kraftfutter eingesetzt werden.

Auch die Menschen machten sich früher die positive Wirkung mancher Kräuter zu nutze: „Ißt du Bibernelle – stirbst du nicht so schnelle“

Aus ökologischen, ökonomischen und fütterungsmäßigen Gründen sind im Wiesenbau artenreiche Mischbestände mit ausgewogenen Anteilen an Gräsern (60-70%) Klee und Kräutern anzustreben.

HINWEIS: Kräuter sind wesentlich für viele Insekten wie Hummeln, Bienen, Schmetterlinge, Käfer, etc. Sie bieten Lebensraum und Nahrung. Eine Hummel z.B. muss am Tag etwa 450 Blüten aufsuchen, um ihren Energiebedarf zu decken (von Hagen, 1990). Und Hummeln gehören wie viele andere Insekten zu den wichtigsten Bestäubern unserer Kulturlandschaft.
 
.MASSENAUFWUCHS von Kräutern:

„Es ist wichtig zu wissen, welche Pflanzen auf der Wiese helfen und welche schaden!“ (Dietl 2004) Gibt es Probleme mit dem Pflanzenbestand (verunkrautete Flächen) kann es verstärkt zum Massenwachstum unerwünschter Pflanzenarten wie z.B. dem Scharfen Hahnenfuß kommen. „Mit steigendem Anteil im Bestand kann jede Pflanze zum Unkraut werden“.

HINWEIS: Scharfer Hahnenfuß ist in frischem Zustand für Kühe schlecht, er greift die Schleimhäute an (erkennt man, wenn Kühe beim Wasserlassen einen Katzenbuckel machen), der Kriechende Hahnenfuß ist im Unterschied dazu nicht giftig! Das Gift des Scharfen Hahnenfußes baut sich beim Trocknen ab!