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Trockenrasen sind meist auf
flachgründigen, steil nach Süden exponierten Flächen
zu finden. Sie weisen auf Grund der extremen Standortbedingungen
(kaum Wasser, große Temperaturschwankungen zwischen
Tag und Nacht, wenig Humus, etc.) nur eine schüttere
aber dafür hochspezialisierte und artenreiche Vegetation
auf. Trockenrasen können nach dem Beenden der Bewirtschaftung
aufgrund der extremen Standortbedingungen noch über Jahre
gehölzfrei bleiben.
Halbtrockenrasen kommen an ähnlichen
Standorten vor - allerdings sind die Bedingungen nicht mehr
so extrem wie bei den Trockenrasen. Die Böden weisen
eine tiefgründigere Humusschicht auf, sind aber mager
und ungedüngt. Die Vegetation ist entsprechend der tieferen
Humusschicht dicht ausgeprägt. Die vielen unterschiedlichen
Pflanzenarten der Wiesen sind an die Nährstoffarmut mit
einem entsprechend zarten und langsamen Wuchs angepasst.

| .Typische
Pflanzenarten (nach Dietl 1994) |
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Aufrechte Trespe (Bromus erectus),
Zittergras (Briza media), Kammschmiele (Koeleria pyramidata),
Rotschwingel (Festuca rubra), Fiederzwenke (Brachypodium
pinnatum), Wiesensalbei (Salvia pratensis), Karthäuser-Nelke
(Dianthus carthusianorum), Wundklee (Anthyllis vulneraria),
Skabiosenflockenblume , Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba
minor), verschiedene Orchideen
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Der Heuertrag ist relativ gering, dafür
ist der Futterwert aufgrund der Vielzahl an verschiedenen
Kräutern sehr hoch (Medizinalheu?!)
| .Wiesenbauliche
Empfehlungen: (nach
Dietl 1994) |
Trockenwiesen werden einmal im Jahr
(meist im 'Heumonat' Juli, aber z.T. auch später) gemäht
und nicht gedüngt. In Berglagen kann auf Grund des geringen
Heuertrages auch nur alle zwei oder drei Jahre gemäht
werden.
Sie zählen zu unseren artenreichsten
Pflanzen-gesellschaften. Neben der großen Anzahl an
seltenen und schönen Pflanzenarten bereichern aber auch
zahlreiche Tierarten die Wiesen. Keine andere Biotopklasse
ist mit einer derart hohen Zahl an seltenen Insektenarten
gesegnet wie die Trockenstandorte. So wurden z.B. vom inneralpinen
Fließer Steppenhang in 10jähriger Forschungstätigkeit
1300 Insektenarten nachgewiesen (md. Mitt. Dr. Tarmann).

Grafik aus: Österreichischer
Trockenrasen-Katalog, 1986
Daneben spielen diese Wiesen
auch noch einen wichtige Rolle bei der Stabilisierung von
Hanglagen. Viele der Wiesenpflanzen haben sehr tiefe Wurzeln,
um so leichter Trockenperioden überstehen zu können.
Dadurch wird der Boden intensiv durchwurzelt, was vor allem
in Hanglagen die Gefahr von Rutschungen und Abschwemmungen
vermindert.
Förderung nach ÖPUL-Richtlinien
gegeben - Informationen dazu in der Abteilung Umweltschutz
des Landes Tirol.
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