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Die Nasswiesen haben ihren Standort
auf grundwasserbeeinflussten humusreichen bis anmoorigen Lehm-
oder Gleyböden. Die nassen oder wechselnassen Standorte
werden zumindest im Frühjahr einmal überschwemmt,
und können im weiteren Jahresverlauf auch abtrocknen.
Obwohl die Wiesen ähnlich den Fettwiesen genutzt werden,
sie werden ein- bis maximal zweimal im Jahr gemäht
und mäßig gedüngt, treten die typischen
Arten der Wirtschaftswiese auf Grund der regelmäßigen
Durchfeuchtung eher zurück. Nasswiesen stellen häufig
eine Ersatzgesellschaft für feuchte Auwälder und
Erlenbruchwälder im Nahbereich von Flüssen, Bächen
und Seen dar - bleibt die Nutzung aus, besiedeln Gehölze
den Standort (MERTZ 2002).
| .Typische
Pflanzenarten (nach Dietl 1994) |
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Sumpfdotterblume (Caltha palustris),
Trollblume (Trollius europaeus) (im Berggebiet häufig),
Wolliges Honiggras (Holcus lanatus), Rasenschmiele (Deschampsia
caespitosa), Kuckuckslichtnelke (Lychnis flos-cuculi),
Scharfer Hahnenfuss (Ranunculus acris), Eisenhutblättriger
Hahnenfuss (Ranunculus aconitifolius) (im Berggebiet
häufig), Kohldistel (Cirsium oleraceum), Sumpfpippau
(Crepis paludosa), Schlangenknöterich (Polygonum
bistorta), Wald Engelwurz (Angelica sylvestris), Waldsimse
(Scirpus sylvaticus), Mädesüß (Filipendula
ulmaria); Beispiele
- Pflanzensteckbrief
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Das Mähgut der Nasswiesen ist
zwar ertragreich (aufgrund der zahlreichen üppigen Stauden),
besitzt aber nur einen geringen Futterwert. Kohldistel und
der Große Wiesenknopf können den Futterwert verbessern.
| .Wiesenbauliche
Empfehlungen: (nach
Dietl 1994) |
Düngung:
traditioneller Weise werden diese Wiesen nur sehr mäßig
mit Mist gedüngt
Mahd: Im Juni und evt.
noch einmal im Spätsommer (meist September) kann geringwertiges
Futter geerntet werden.
Beweidung: Im Hochsommer können diese Wiesen z.T.
soweit abtrocknen, dass sie beweidet werden können (z.B.
Schafe)
| .Ökologischer
Wert der Wiesen: |
Diese Wiesen sind wichtig für
den Wasserhaushalt der Landschaft, als Wasserrückhalteflächen
bzw. Wasserspeicher. Wie die ungedüngten Streuwiesen,
sind auch die Nasswiesen wertvolle Lebensräume für
viele spezialisierte Pflanzen- und Tierarten, v.a. einer Vielzahl
von Insekten (wie Heuschrecken, Schmetterlingen, Käfern,
etc.) aber auch von Vögeln und Amphibien. Die Pflanzen
der Nasswiesen wurden in der Vergangenheit von den Menschen
z.T. als Heil- und Nahrungsmittel geschätzt, wie z.B.
der Schlangenknöterich und die Kohldistel.
Das Interesse am Erhalt dieser Wiesen
ist aus landwirtschaftlicher Sicht auf Grund der geringen
Futterqualität (verständlicherweise) entsprechend
gering. , Die Folge ist (nachdem entsprechende Anreize zum
Erhalt dieser Flächen fehlen), dass diese Flächen
durch Entwässerungs- bzw. Intensivierungsmaßnahmen
zunehmend aus unserer Kulturlandschaft verschwinden, weshalb
die an diese Bedingungen angepassten Tier- und Pflanzenarten
stark im Rückgang begriffen sind.
Derzeit noch keine - evt.
Feuchtgebietsförderung?
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