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Die ökologische
Leistungsgrenze einer Kuh liegt zwischen 5000 - 6000 kg Milch/Jahr.
Eine Kuh die 5000 kg/Jahr liefert, kann noch hauptsächlich
mit Wiesenfutter gefüttert werden. Ab 6000 kg Milch/Jahr
muss bereits Kraftfutter - wenn auch noch in einem geringem
Ausmaß - zugefüttert werden.
BERATUNGSLEITSATZ DER LLK: Es
sollte soviel Leistung wie möglich aus dem Grundfutter
erzielt werden!
Bei einer Milchleistung von 8000 kg/Jahr
ist immer Kraftfutter im Ausmaß von ca. 40-60% notwendig.
Höhere Milchleistungen sind sehr kritisch zu betrachten,
denn neben der Leistung ist auch noch die Gesundheit,
die Langlebigkeit und die Fruchtbarkeit von
wesentlicher ökonomischer Bedeutung.
Sobald Kraftfutter (Getreide, Mais,
Soja, ..) zur Grundlage der Fütterung wird, verliert
das Wiesenfutter seine Bedeutung als Hauptnährstofflieferant.
Daraus ergeben sich zwei grundlegende PROBLEME:
Hochleistungstiere leiden erwiesenermaßen
vermehrt unter Störungen und Krankheiten (Fruchtbarkeitsstörungen,
Mastitis,..). Das liegt unter anderem daran, dass sie nicht
mehr 'wiederkäuergerecht' (zuviel strukturarmes Rau-
und Kraftfutter) gefüttert werden. Dabei kann aber nur
ein geringer Teil der Nährstoffe und der Energie im Tierkörper
gebunden werden, viel wird wieder ausgeschieden!
Durch Verfütterung von Kraftfutter
kommt es zu einer gesteigerten Menge an Dünger. Den Wiesen
wird ein Vielfaches an Dünger zugeführt - die Nährstoffkreisläufe
stimmen nicht mehr! Die Belastung für die Umwelt steigt.
Nachdem das Wiesenfutter nicht mehr Hauptnährstofflieferant
ist, ist auch die Qualität nicht mehr vorrangig. Die
Wiesen sind oft nur noch notwendig, um den anfallenden Hofdünger
zu entsorgen.
BERATUNGSLEITSATZ DER LLK: Kreislaufwirtschaft:
ausgeglichene Nährstoffflüsse zwischen Boden - Pflanzen
- Tier- Boden bzw. Dünger - Futtter (Anmerkung: in der
Schweiz muss jeder Betreib eine Nährstoffbilanz erstellen)
Diskutierter Lösungsansatz: sparsamer
Kraftfutterzukauf; maßvolle tierische Leistung: statt
einer 10.000 l Kuh zwei 5000l Kühe ?
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