Auch innerhalb der Siedlungsbereiche sind noch Anteile der Schmetterlingsfauna erhalten, die insbesondere auf Baum-bestände und naturnahe Gartenanlagen zurückzuführen sind. Bei den Baumbeständen der Siedlungen dominieren im Allgemeinen die einheimischen Laubgehölze. Diese stellen eine wichtige Ernährungsgrundlage für die Raupen vieler Wander-falter dar. Von besonderem Interesse aus der Sicht des Falterschutzes ist außerdem, dass in den Siedlungen nicht selten alte Bäume stehen. Manche Falterarten, wie z.B. der Pergamentspinner, bevorzugen als Lebensraum alte, relativ freistehende Gehölze mit ausladender Krone. Eine Charakterart der Siedlungsbereiche war auch der Ligusterschwärmer. Seine Raupe lebt auf Liguster und zahlreichen anderen Laubgehölzen wie Esche, Berberitze und Schneeball. Heute ist dieser attraktive Falter mutmaßlich durch die Zunahme der Licht-verschmutzung aber auch aufgrund anderer Faktoren weit-gehend aus den Siedlungsbereichen verschwunden.
 
Lindenschwärmer (Mimas tiliae) können sich auch auf Ein-zelbäumen mitten im Siedl-ungsbereich ansiedeln.
Obwohl seine Raupe oft an Balkonblumen wie Fuchsien fres-sen, bekommt man den Mittleren Weinschwärmer (Deilephila elpe-nor) nur selten zu Gesicht.
 
Ein extrem seltener Zuwanderer aus dem Süden ist der Ole-anderschwärmer. Seine Raupen ernähren sich an Oleander-büschen in Gärten, die Art übersteht aber unseren Winter nicht.
Die Raupe des Ligustersch-wärmers (Sphinx ligustri) war früher an Liguster im Stadtbereich häufig, inzwischen ist die Art aber, möglicherweise auch auf Grund der Lichtverschmutzung, z.B. aus Innsbruck weitgehend verschw-unden.
 
 
 
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