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Ein erheblicher Teil der Insektenarten
Mittel-europas ist nachtaktiv. Allein von den in Tirol
nachgewiesenen ca. 2700 Schmetterlingen sind gut 85
% nachtaktiv. Die nachtaktiven Insekten sind ebenso
wie ihre tagaktiven Ver-wandten Teil des ökologischen
Netzes. Ihr Verschwinden beeinträchtigt daher nicht
nur das Leben anderer Tiere, denen sie als Nahr-ung
dienen, sondern auch von Pflanzen, die von Nachtfaltern
bestäubt werden.
Glied der Nahrungskette
Nachtfalter und ihre Raupen dienen
vielen Tieren wie Vögeln, Fledermäusen, Fröschen
als Nahrung.
Bestäuben von Pflanzen
Nachtaktive Falter werden von stark
duften-den, hellgelben und weißen Blüten,
wie denen der Weißen Lichtnelke, Nickendes Leimkraut,
Taubenkropf, Geißblatt oder der Nachtkerze angelockt.
Auch geschützte Arten gehören zu den Futterpflanzen
der Nachtfalter, wie z.B. der Türkenbund oder die
weiße Wald-hyazinthe. Diese Blüten sind den
Nachtfaltern vorbehalten und werden nur durch diese
erfolgreich bestäubt.
Ökologisches Gleichgewicht
Nachtfalter dienen nicht nur als
Nahrung oder zur Bestäubung von Blüten. Bei
einem intakten ökologischen Gleichgewicht regulieren
sich die Bestände der einzelnen Arten selbst. Durch
das Verschwinden von nachtaktiven Insekten, bzw. durch
die Veränderung bestehender Konkurrenzverhältnisse
(Nahrungskonkurrenz) wird dieses Gleichgewicht labiler
und anfälliger gegenüber der Massenvermehrung
einiger weniger Arten. Die biologischen Kontrollmech-anismen,
die eine Massenvermehrung von Schadinsekten, Pilzen,
Viren verhindern, tret-en außer Kraft.
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