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| Dass das Problem
der Lichtverschmutzung auch einen astr-onomischen Aspekt hat,
wurde in den vergangenen 15 Jahren bereits in vielen Industriestaaten
erkannt am frühesten in den USA, wo die Inflation
der Außenbeleuchtung spätestens seit dem Ende der
80er Jahre ins Auge springen mußte. Was ist dieser astronomische
Aspekt der Lichtverschmutzung? Das Problem, das die städtische
Lichterflut aus der Sicht der Astronomie mit sich bringt, besteht
darin, dass ohne die Einmahnung von Normen, die festlegen, welches
Maß an künstlicher Beleuchtung ökologisch vertretbar
ist, die obere Hälfte unserer Umwelt der Sternenhimmel
dem Großteil der Bevölkerung nach und nach
unzugänglich wird. Die Lichtglocken, die heute in der westlichen
Welt fast alle größeren Städte des nachts einhüllen,
lassen im Österreich-Durchschnitt 90 % der mit freiem Auge
sichtbaren Sterne verschwinden. Astronomische Phänomene,
die oft weite Kreise der Bevölkerung in ihren Bann ziehen,
wie die Milchstraße, Sternschnuppen oder helle Kometen,
lassen sich nur mehr fernab der Städte beobachten, und
auch dies immer schlechter, weil die Flut an häufig schlecht
abgeschirmten und überdimensionierten Leuchten auch vor
ländlichen Gegenden nicht halt macht. Studien haben ergeben,
dass rund zwei Drittel der Weltbevölkerung mittlerweile
unter einem Nachthimmel lebt, der durch künstliches Licht
beeinträchtigt ist. Astronomen und Astronomieinteressierte
wissen aber Orte, wo es noch dunklen Nachthimmel gibt, auch
im Hinblick auf deren Erholungswert zu schätzen
ganz abgesehen von der Möglichkeit, dort die Planeten,
die Sterne und ferne Galaxien beobachten zu können. |
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