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In Tirol, wo diese Thematik bereits im Jahr 2000 vom Landesumweltanwalt zur Diskussion gebracht wurde, haben inzwischen mehrere Gemeinden, darunter Wörgl, Virgen, Prägraten, Karres, Tösens etc., ihre Beleuchtung den Erfordernissen einer verantwortungsvollen Politik entsprechend Kosten sparend und um-weltfreundlich angepasst.

Wörgl

Ein Positivbeispiel ist die Stadt Wörgl, die ihre gesamte Straßenbeleuchtung auf Natrium-dampf-Hochdrucklampen umstellt. Die derzeit aufgewendeten Energiekosten für die Stra-ßenbeleuchtung in Wörgl liegen bei ca. 50.000,– € pro Jahr. Durch die Umstellung der Lampen und eine gleichzeitige Absenkung der Lichtintensität zu gewissen Nachtstunden (verkehrsschwache Zeiten) wird eine Energieeinsparung von mindestens 45 % erwartet.

Virgen

Ein weiteres Positivbeispiel ist die Gemeinde Virgen in Osttirol. Auf Grund des in Virgen durchgeführten Schulprojektes „Die Helle Not“, fühlte sich der Gemeinderat von Virgen und insbesondere Bürgermeister Ruggenthaler veranlasst, die Umstellung der Beleuchtung in der Gemeinde von den herkömmlichen Quecksilberdampf-Hochdrucklampen auf die umweltfreundlichen Natriumdampf Hochdruck-lampen zu überprüfen. Es wurde ein Energieberater beauftragt, der die Beleucht-ungssituation in Virgen erhob und die Umrüstungskosten ermittelte. Inzwischen wurde die Umrüstung in der Gemeinde beschlossen. Die Lage der Gemeinde Virgen in einem „Natura 2000“-Gebiet und die Tat-sache, dass Virgen noch von einer tradi-tionellen Kulturlandschaft mit einer heraus-ragenden Artenvielfalt umgeben ist, veran-lasste auch die Abteilung Umweltschutz dazu, die geplante Umrüstung der Beleuchtung aus dem Naturschutzfond zu unterstützen.

Beispiele aus unseren Nachbarländern

Sowohl in Italien als auch in Tschechien wurden zwischen 1999 und 2002 Gesetze gegen die Lichtverschmutzung beschlossen. Das Hauptziel ist dabei, nur mehr solche Leuchtentypen für die öffentliche Beleuchtung zuzulassen, die keinerlei Licht über der Horizontalen abstrahlen.

 
 
 
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