Zur ökologisch und zugleich ökonomisch sinnvollen Verbes-serung der Beleuchtungssituation sollten insbesondere folgende Bereiche in Betracht gezogen werden:

Siedlungsbereich

Der Siedlungsbereich wird deshalb in die Überlegungen miteinbezogen, weil es auch hier in ökologischen Nischen Lebensraum für Nachtfalter gibt. Die Lichter von Sied-lungsräumen tragen auch über viele Kilometer merklich zur Aufhellung des Nachthimmels bei und verringern die Sicht-barkeit des Sternenhimmels. Daher sollte besonders im Bereich von Parks und Grünanlagen, alten Baumbeständen, Gewässern etc. die Beleuchtung umweltverträglich gestaltet werden.

Siedlungsrandbereich

Wie bereits mehrfach erwähnt richten Lampen, die sich im Bereich der freien Landschaft befinden bzw. Lampen, die eine starke Fernwirkung haben, den größten Schaden an. Rand-bereiche der Siedlungen bzw. Übergänge zur freien Landschaft sollten – unter Wahrung von Sicherheitsaspekten für die Menschen – aus Naturschutzgründen deutlich geringer ausge-leuchtet werden als Zentralsiedlungsbereiche und Haupt-verkehrszonen. Insbesondere bei angrenzenden schützens-werten Lebensräumen wie den angesprochenen Trockenrasen, Gewässerbereichen, Waldrändern, Hecken, Feuchtgebieten, sollte den Anforderungen einer umweltverträglich Beleuchtung Rechnung getragen werden. Dieser Bereich ist besonders für das Erleben der Faszination des Sternenhimmels von Bedeutung, da er für die Menschen noch leicht erreichbar ist. Aus der Sicht des Naturschutzes und der Astronomie wäre eine Reduktion der Beleuchtungsstärken auf Werte nahe der Vollmondhelligkeit anzustreben.

Freie Landschaft

Besonders wichtig für den Naturschutz ist die Einhaltung der Anforderungen einer umweltfreundlichen Beleuchtung bei Lichtkonzentrationen in freier Landschaft weitab von den eigentlichen Siedlungsbereichen, z.B. bei angestrahlten hist-orischen Gebäuden (Burgen, Schlösser), Kirchen, aber auch bei Liftstationen, oder sonstigen frei stehenden Gebäuden wie Kläranlagen, Kraftwerken etc. Die Beleuchtung solcher Einrichtungen beeinträchtigt die Sichtbarkeit des Sternen-himmels in weitem Umkreis. Angestrahlte helle Wände, Glas- und Metalloberflächen ziehen nachtaktive Insekten besonders an. Über die Entfernung, aus der Insekten angelockt werden, gibt es unterschiedliche Angaben. Eine Reichweite von mindestens 500 Metern scheint gesichert zu sein, weil bei Lichtfängen von Schmetterlingskundlern Tiere gefangen wurden, deren nächstgelegene Lebensräume in dieser Ent-fernung lagen.

 
 
 
 
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